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Hagen Schmoger ist als Relationship Manager bei der Singular AG tätig. In einem Interview haben wir mit ihm über folgende Themen gesprochen: Die Singular AG, BIM, die Zukunft der Bauindustrie und wieso das letzte Pommes auf dem Teller ganz klar ihm gehört.☝🏼

 

Seit wann bist du bei der Singular AG und wo warst du vorher?  

Bei der Singular AG bin ich seit anfangs 2021. Vorher war ich rund 7 Jahre bei Emch+Berger ImmoConsult AG.


Du hast also da schon Erfahrungen mit BIM gesammelt?
 

Genau, mit BIM und der Digitalisierung im Bauwesen sowie auch mit der Qualitätsarbeit. Bei Emch+Berger haben wir unter anderem QS Mandate betreut.  


Was machst du bei Singular im Detail?
 

Bei Singular bin ich als Relationship Manager tätig. Ich bin der Akquisiteur, stelle den Erstkontakt mit potenziellen Kunden und Interessenten her und versuche die Bedürfnisse bestmöglich zu verstehen, um ein ideales Paket anzubieten. Zusätzlich bin ich für das Projekt-Controlling verantwortlich und verfolge und optimiere die Projekte und deren Setups bestehender Kunden. 


Wie hast du die Singular AG kennengelernt? Was waren erste Berührungspunkte? 
 

An der FHNW mache ich gerade mein Master "Digitales Planen & Bauen". In diesem Studiengang habe ich einen Kollegen von Julian Amann kennengelernt. Wie es halt so ist, habe ich über ihn später dann auch Julian getroffen. Zuerst also eher auf einer freundschaftlichen Basis. Erst im Verlaufe einiger Gespräche, habe ich realisiert was er genau macht und ihn als Koryphäe in der BIM Beratung wahrgenommen. In meinen Augen gibt es nicht viele davon, aber Julian gehört definitiv dazu.


Wolltest du schon immer in der Bauindustrie tätig sein?  

In der Schulzeit habe ich mich eine Weile für ein Sportmanagement-Studium interessiert. Designaffin war ich aber schon immer und irgendwann habe ich mich immer mehr für Architektur interessiert. Vielleicht auch weil mein Bruder und mein Vater in der Bauindustrie tätig sind, als Geometer und Elektroingenieur. 


Was ist das Beste an deinem Job? 

Für mich ist das Beste definitiv der Kundenkontakt. Der Austausch mit verschiedenen Stakeholdern ist extrem interessant. Ich spreche schliesslich mit allen, vom einzelnen Planer & Modellierer bis zum Top Management und Entscheider. Die Arbeit mit den unterschiedlichen Charakteren ist spannend und macht extrem viel Spass! 


Was war die grösste Herausforderung bisher?

Aus meiner Beraterzeit weiss ich, wie man Prozesse optimieren kann. Um die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu verstehen, ist es aber enorm wichtig, dass man auch das technische Verständnis mitbringt und dadurch in die Tiefe der Materie eintauchen kann. Das war am Anfang eine Herausforderung für mich. Wenn man nur an der Oberfläche kratzt, kann man nicht den entsprechenden Mehrwert schaffen. 


Wie wird sich die Bauindustrie in der Schweiz in den nächsten 3 Jahren verändern? 

Ich glaube für einen grossen Switch in Sachen Digitalisierung in der Bauindustrie brauchen wir noch etwas mehr als 3 Jahre. Dass die Veränderung aber kommen wird, ist klar. Digitalisierung, die Anwendung von gewissen Tools und ein neuer Mindset, werden immer mehr gefordert. Das Knowhow wird immer breiter. 

Heute werden die Schienen gebaut, auf denen wir in 3 Jahren mit dem “Digitalisierungszug” in der Bauindustrie fahren werden. Wir bei Singular gestalten diese Entwicklung mit. Wir unterstützen unsere Kunden auf dem Weg zur Digitalisierung und fördern Standards und Automatisierungen. 


Wie erklärst du einem potenziellen Kunden in einem Satz was wir tun? 
 

Wir bieten ein modellbasiertes Qualitätssicherungsservice-Leistungspaket. Kurz gesagt, den Rundumschutz für BIM Projekte. 


Und einem Kind?
 

Wir vergleichen die Lego-Anleitung mit dem fertigen Lego-Tower und finden die Fehler. 


Mit welcher Person würdest du gerne mal Mittagessen gehen? 

Urs Fischer.


Welche Person hat dich bisher am meisten inspiriert?
 

Ziemlich alle meine Freunde inspirieren mich. Das ist für mich einer der Gründe, weshalb ich gerne Zeit mit ihnen verbringe. Wir inspirieren uns alle gegenseitig und bringen uns dadurch immer weiter.


Welche Superkraft hättest du gerne?
 

Ich würde gerne Gedanken lesen können, um immer zu wissen was das Gegenüber im Kopf hat.  


Was bedeutet Erfolg für dich?
 

Erfolg hat für mich wenig mit monetären und materiellen Werten zu tun. Im Job habe ich Erfolg, wenn ich täglich inspiriert werde und inspirieren kann.


Bist du eher extrovertiert oder introvertiert?
 

Sowohl als auch. Grundsätzlich würde ich mich als extrovertiert beschreiben. Es gibt aber die eine oder andere Situation, wo ich eher introvertiert wirke.


Was ist deine Schwäche oder welche Eigenschaft hättest du gerne?
 

Schwäche: Ich bin sehr ungeduldig. Gerne hätte ich auch mehr "Ruhe". Bei mir muss immer was laufen. Auf der Party bin ich bestimmt immer der Letzte. Meine Freunde sind aber genauso. Allesamt sind Lebenskünstler und haben immer viel um die Ohren. Der Satz "Zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist" trifft bei mir voll und ganz zu.
Zudem bin ich teilweise egoistisch - ganz klar, dass z.B. die letzten Pommes auf dem Teller mir gehören.
😊 


Was ist die wichtigste Eigenschaft, die es für deine berufliche Tätigkeit zwingend benötigt? 
 

Das Wichtigste ist das Interesse am Gegenüber. Bei fehlendem Interesse versteht man die Kundenbedürfnisse nicht. Diese sind aber zwingend notwendig, um die passenden Leistungen anzubieten. Zudem gibt es auch immer wieder einmal unausgesprochene Wünsche, welche erst in intensiven Gesprächen zu Tage kommen.


Hast du ein Lebensziel?

Ich wollte schon immer bei massgeblichen Innovationen mitwirken. Hier bei Singular habe ich die Chance dazu.

Aber Hand auf Herz: Auf lange Sicht, möchte ich einfach ein glücklicher Rentner werden. 😊

 

Sind Fragen zur Singular AG, unseren Produkten und Dienstleistungen aufgetaucht oder willst du dich einfach mal mit uns austauschen? Dann melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme.

 

Foto: Reto Cortesi www.reto-cortesi.com

Christian Haak und Martin Ferger betreiben den Podcast "Zukunft. Bauen." mit viel Leidenschaft. In einer vergangene Folge hatten sie Julian Amann, CEO und Co-Founder der Singular AG zu Gast.

(mehr …)

Moritz Lönhoff hat sich in seinem Podcast "buildup" damit beschäftigt, wie die Qualität und die Kompatibilität von BIM Modellen sichergestellt werden. Er hat sich gefragt, wer die Modelle auf Fehler überprüft und vor allem auch wie diese korrigiert werden können. Wer wäre da als Gesprächspartner wohl besser geeignet als Julian Amann? (mehr …)

Gian Calgeer ist bei der Singular als Software Developer tätig. In diesem Interview haben wir mit ihm über seine Arbeit bei uns, weitere spezielle Arbeitserfahrungen und über seine schönsten Reisen gesprochen. 🌎


Seit wann bist du bei der Singular AG und wo warst du vorher? 
 

Bei Singular bin ich schon seit Mai 2020. Davor war ich bei Cyfex, wo ich auch als Softwareentwickler tätig war. Wir haben da eine Software für die Zahnmedizin entwickelt. Eigentlich eine Art CAD-System für Zahnrestaurationen. Zahnärzte und Zahntechniker benutzen diese Software, um Zahnkronen herzustellen. 


Das klingt tatsächlich so, als hätte es gewisse Ähnlichkeiten mit BIM?

Gewisse Punkte haben definitiv Ähnlichkeiten. Bei beidem geht es zumindest um 3D-Modellierung. Technisch funktioniert die Zahnmedizin natürlich anders als die CAD-Systeme, welche Planerinnen und Planer in der Bauindustrie verwenden. Die 3D-Geometrien sind aber ähnlich.  


Was machst du bei Singular im Detail?
 

Kurz gesagt: Programmieren. Das Schreiben von Codes ist aber nur ein kleiner Teil des täglichen Jobs. “Software Design” ist der Hauptteil. Ich beschäftige mich vor allem mit der Verarbeitung der 3D-Modelle und IFC-Dateien im Hintergrund. Es geht darum, die Informationen herauszulesen, die wir benötigen, damit wir die entsprechenden Prüfungen machen können. Die Struktur der Dateien ist relativ komplex. Nur für das Abbilden einer Tür in einer IFC-Datei, müssen mindestens 4 Objekte involviert werden.


Wie hast du die Singular AG kennengelernt? Was waren erste Berührungspunkte? 
 

Ich wurde auf LinkedIn von eineRecruiter angeschrieben. Solche Anfragen erhalte ich relativ oft, die meisten sind aber uninteressant. Meine Aufmerksamkeit gewann Singular mit dem Keyword “3D-Modelle”. Da ich aber nicht auf der Suche nach einer neuen Stelle war, hatte sich die Anstellung etwas hinausgezögert. Vom ersten Kontakt bis zur Vertragsunterzeichnung verging ca. ein halbes Jahr.  


Was ist das Beste an deinem Job bei Singular? 

Das Tolle an der Softwareentwicklung generell ist, dass man nicht an eine Branche gebunden ist. Zudem ist man stets gezwungen etwas Neues zu lernen – anders funktioniert es nicht. Bei Singular ist das genauso. Die Technologien, die wir verwenden, sind sehr interessant. In vorherigen Tätigkeiten hatte ich nie die Möglichkeit eine Webapplikation zu entwickeln. Zudem ist mir die Work-Life-Balance sehr wichtig. Ich schätze es, dass ich 80% arbeiten kann. Und zu guter Letzt: Der Standort von Singular ist einmalig. 🏊‍♂️


Was wolltest du als Kind werden? Gab es eine Branche die dich immer reizte?

Als Kind wusste ich noch nicht, was ich werden wollte.  Soweit ich mich erinnern mag, stand für mich nie eine bestimmte Branche im Fokus. Meine Schwester ist zwar als Bauingenieurin tätig, aber das hatte wenig Einfluss auf mich. Eine Zeit lang wollte ich Lockführer werden, aber nach einer Schnupperlehre, habe ich es nicht weiterverfolgt. Ein Interesse für Technologie hatte ich schon früh. Als Teenager habe ich schon programmiert.  


Was ist die grösste Herausforderung bei Singular?

Die Haupt-Herausforderung, die uns wohl auch in den nächsten Jahren noch beschäftigen wird, ist die teilweise noch fehlende Infrastruktur. Das liegt daran, dass wir ein sehr junges Unternehmen sind. Gleichzeitig hat das den Vorteil, dass man vieles mitgestalten kann. Von früheren Beschäftigungen kenne ich es eher andersrum. Es ist schwierig 20-jährige Strukturen zu ändern. 


Was ist die wichtigste Eigenschaft, die es für deine berufliche Tätigkeit zwingend braucht?

Analytische Denkweisedie Fähigkeit und der Wille Neues zu lernen bzw. dynamisch zu bleiben und Dinge hin und wieder in Frage zu stellen. Gleichzeitig ist es viel wichtiger als viele vermutlich denken, dass man gut im Team arbeiten kann. Alleine kommt man als Softwareentwickler nicht weit. Man ist oft abhängig von anderen. Meist arbeitet man zusammen an einem Projekt.  


Was war dein speziellster Job bisher?

Vermutlich meine Arbeit im Zivildienst oder beim CERN. Im Zivildienst entwickelten wir eine Software, welche ein ferngesteuertes Fahrzeug mit einer Walze bediente, um Minen auszulösen. Meine Hauptaufgabe war es, die zurückgespielten Daten zu visualisieren. 
Beim CERN in Genf war ich in einer Arbeitsgruppe tätig, welche den Teilchenbeschleuniger entwickelt hat. Ich habe eine Software für die Experimentplanung entwickelt. Spannend war aber auch das internationale Umfeld, den Kontakt mit den Personen von überall und CERN als Arbeitgeber kennenzulernen. Schliesslich waren mir Eingangskontrollen beim Arbeitgeber bisher fremd. 😅


Mit welcher Person würdest du gerne mal Mittagessen gehen?

John Carmack. Er ist ein Programmierer und Spielentwickler – in meinen Augen ein brillanter Typ. Viele seiner Games hat er nach einiger Zeit Open Source veröffentlicht, damit man sehen kann, wie er sie entwickelt hat. Er hat viele clevere Dinge gemacht und ist bestimmt eine interessante Person. 


Hast du ein Lebensziel?

Ich möchte jedes Jahr ein neues Land bereisen. Ein Ziel also, dass vermutlich nie erledigt ist. Bisher habe ich aber bereits rund 40 Länder bereist.


Welche Superkraft hättest du gerne?

Teleportation. Dann könnte ich in Sekundenschnelle in alle Länder reisen. 


Welches war deine eindrücklichste oder schönste Reise?

Vor 3 Jahren hatte ich 5 Wochen Ferien und war mit ZugBus und Schiff in Italien, Albanien, Mazedonien, Türkei und Georgien unterwegs. Das war eine sehr eindrückliche Reise. Ich mag es alleine zu reisen, so bin ich flexibel und kann machen, worauf ich Lust habe.  


Wo siehst du Singular in 5 Jahren?
 

Ich glaube die Chancen stehen gut, dass Singular sehr erfolgreich wird. Die breite Öffentlichkeit wird uns in 5 Jahren (noch) nicht kennen, aber in unserer Nische, der Bauindustrie, wird unsere Marke und unser Produkt in aller Munde sein.


Was machst du, wenn du nicht arbeitest?

Ich reise und fotografiere sehr gerne, was mein Lebensziel ja bereits verriet. Wenn ich aber nicht auf Reisen bin, spiele ich gerne Brettspiele, wie auch Computerspiele. Zu meinen Favoriten gehört das Brettspiel Pandemic. Ansonsten koche ich viel und gerne oder bin in der Natur unterwegs beispielsweise am Wandern.


Dein Wandertipp?

Mitten in der Nacht los, von Wimmis auf den Niesen, sodass man bei Sonnenaufgang oben ist!

 

Sind Fragen zur Singular AG, unseren Produkten und Dienstleistungen aufgetaucht oder willst du dich einfach mal mit uns austauschen? Dann melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme.

 

Foto: Reto Cortesi www.reto-cortesi.com

VDC steht für Virtual Design and Construction und beschreibt einen gesamtheitlichen Abwicklungsprozess in der Bauindustrie. Dieser Prozess ist aber nicht zu verwechseln mit BIM (Building Information Modeling). Denn BIM kann nicht mit VDC gleichgestellt werden, vielmehr ist BIM ein Teilelement von VDC.
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Die Digitalisierung schreitet auch in der Bauindustrie endlich voran und die Branche verändert sich allmählich. BIM wird immer mehr gefordert und somit kommen auf einzelne Akteure neue Herausforderungen zu. Doch wo viel passiert, entstehen auch einige Mythen. Wir halten monatlich einen relevanten BIM Fakt fest. Hier die Sammlung aus dem aktuellen Jahr.

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IFC (Industry Foundation Classes) ist ein Datenmodell und zugleich eine Schnittstellenbeschreibung für digitale Gebäudemodelle in sämtlichen Lebenszyklen eines Gebäudes, in dem die Sichten sämtlicher Beteiligten wie Architekten, Fachplanern, Bauherren und Betreibern abgebildet werden können. Das Dateiformat IFC ist relativ alt. Vor über 25 Jahren hatte man IFC entwickelt, um den plattformübergreifenden Datentransfer zu ermöglichen, so dass eine Datei mit verschiedenen BIM-Programmen kompatibel ist.
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Durch die BIM Methode (Building Information Modeling) soll eine durchgängige Digitalisierung der Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungsprozesse in der Bauindustrie erreicht werden. Um den steigenden und komplexen Ansprüchen heutiger Bauprojekte gerecht zu werden, bedarf es eines Umdenkens in der Projektabwicklung.

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Das Qualitäts- und Lean Management sind als Steuerungsmethoden sehr eng miteinander verwoben. Das QS Management ist im weiteren Sinne ein Teil des Lean Management. Lean ist zu einem beliebten Schlagwort geworden, das sich auf die vielen verschiedenen Möglichkeiten bezieht, die Produktivität auf einer Baustelle zu steigern - aber was bedeutet es wirklich, wie hängt es mit dem Virtual Design and Construction (VDC) Framework zusammen und wie misst man den Erfolg?

Die Produktivitätssteigerung in der Bauindustrie ist in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen Branchen wie der IT, dem verarbeitenden Gewerbe und der Landwirtschaft abgeflacht. PlanGrid hat vor kurzem eine Untersuchung im US-Bausektor durchgeführt. Der daraus resultierende Bericht "Construction Disconnected" schätzt, dass die Bauindustrie in den USA 177 Milliarden US-Dollar aufgrund von unproduktiven Arbeitsaktivitäten verliert. Der Verlust umfasst die Suche nach Projektdaten und -informationen, die Lösung von Konflikten und den Umgang mit Fehlern und Nacharbeit. Zusätzlich schätzt der Bericht, dass schlechte Daten und Kommunikation zu 31 Milliarden Dollar an Nachbearbeitung beitragen. Bei diesem Ausmass an Verschwendung, das sich weltweit wiederholt, ist es kein Wunder, dass viele Unternehmen nach Möglichkeiten suchen, die Produktivität zu steigern.

Wege zur Steigerung der Produktivität im Bauwesen sind möglich, sie werden aber oft nicht mit genügend Nachdruck verfolgt. Bauherren zahlen zu viel Geld für Projekte mit schlechter Produktivität und Generalunternehmer leiden unter niedrigen Gewinnspannen aufgrund von Ineffizienzen. Wenn man sich ansieht, wie Lean Prinzipien die Produktivität in Branchen wie der Fertigung revolutioniert haben, lohnt es sich an dieser Stelle genauer hinzuschauen.

Lean Grundsätze wurden erstmals in der Fertigungsindustrie verwendet 

Die Fabriken waren in der Lage, eine breite Palette von Modellen zu produzieren und dabei ein Höchstmass an Produktivität und Qualität beizubehalten. Der Lean-Begriff wird seit den 1990er Jahren nun auch auf andere Wirtschaftszweige übertragen. In dieser Zeit begann international auch die Entwicklung von Lean Construction.

Wenn man die Anwendung von Lean bei der Fertigung mit jener im Bauwesen vergleicht, kann man leicht erkennen, wie sehr sich ein Bauprojekt von den meisten Fertigungsanlagen unterscheidet. In der Fertigung kann ein Team die Effizienz eines Produkts analysieren, bis es in der Lage ist, den Prozess und die Qualität zu perfektionieren. Im Bauwesen ist jedes Projekt anders, und die gelernten Lektionen gelten meist nicht für das nächste Projekt. Am Bau sind die meisten Aspekte eines Projekts im Wesentlichen ein Prototyp.

Die wenigsten Projekte arbeiten unter den immer gleichen Bedingungen, mit den gleichen Leuten und dem gleichen Prozess

Projektbeteiligte stehen vor grossen Herausforderungen bei der Umsetzung. Seit vielen Jahren wird bemängelt, dass sich das Bauwesen in diversen Bereichen negativ entwickelt. Sehr häufig werden hierbei folgende Punkte angesprochen:

- Die Produktivitäts- und Innovationsentwicklung der Bauindustrie liegt deutlich hinter der Entwicklung anderer Industriezweige

- Planungs-, Ausführungs- und Abnahmemängel nehmen immer mehr zu und werden oft als nicht vermeidbare Begleiterscheinungen des Bauens hingenommen

- Die seit Jahrzehnten von öffentlichen und privaten Auftraggebern praktizierten Vergabemodelle behindern und verhindern Innovationen bei der Planung und Realisierung von Bauvorhaben

- Zwischen den Beteiligten im Bauwesen herrscht eine sehr hohe, negativ ausgeprägte Konfliktkultur. Dies zeigt sich insbesondere in der sehr hohen Zahl gerichtlicher Auseinandersetzungen

- Die schwierige Vorhersehbarkeit in Projekten führt zu Zeitverlust und Verschwendungen und verursacht enorme Kosten

Die Ursachen hierfür liegen in der überwiegend strikten Trennung von Planung und Ausführung in Vergabemodellen, die systembedingt Anreize für eine konfliktorientierte Projektabwicklung setzen und darin, dass häufig keine gründliche Planung der Prozesse, sowohl in der Planungs- als auch in der Ausführungsphase, erfolgt.

Die Siloisierung der Arbeit widerspricht den Lean Leitprinzipien

Die Methoden von Lean Construction konzentrieren sich auf die bessere Vorhersehbarkeit und den Fluss im Projekt. Sie zwingen alle Parteien dazu, klare Ziele und Benchmarks von Beginn bis zum Ende des Bauprozesses zu definieren. Lean Construction hinterfragt bisherige Systeme, Prozesse und Organisationsmodelle im Bauwesen. Mit der Fokussierung aller Tätigkeiten auf den Wert aus Sicht des Kunden und dem Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung durch Vermeidung von verschwenderischen Prozessen bietet Lean Construction die Möglichkeit, alte Managementmethoden zu ergänzen oder sogar zu ersetzen. Der Silo-Effekt des traditionellen Modells wird eliminiert und zwingt alle am Projektbeteiligten dazu, als eine einzige kundenorientierte Gruppe zusammenzuarbeiten.

VDC vereinfacht die konkrete Anwendung von Lean Construction im Projekt

Lean Construction profitiert stark von dem integralen Ansatz des Virtual Design and Construction Framework (VDC). VDC beschreibt das digitale Planen, Bauen und Betreiben mit Hilfe von digitalen Bauwerksmodellen. Darauf abgestimmte Prozess- und Organisationsformen bilden weitere wichtige Elemente des VDC. Modellbasierte Daten (aus BIM Modellen) können als Grundlage für die LC Planung dienen. Im Kontext des VDC finden sich neue Sitzungsgefässe wie ICE-Sessions zur interoperablen Zusammenarbeit. Qualitätsziele können in diesen neuen Sitzungsgefässen schnell als messbare Grössen definiert werden.

Bildquelle: IDIBAU 2020; in Anlehnung an Fischer & Funk 2004, Eigene Darstellung

Erfolgreiche Projektteams erkennen zunehmend, dass ein Aufbruch bestehender Bauprozesse zum Projekterfolg beiträgt. Die modellbasierte Qualitätskontrolle der einzelnen Fachdisziplinen erfolgt effizient und prozessual getrieben. Das fachspezifische Silodenken gehört zunehmend der Vergangenheit an. Wir sind auf einem guten Weg.

Projektbeteiligte bauen Daten direkt und maschinenlesbar in ihre eigenen Workflows ein und nutzen sie für Kostenkalkulationen oder Simulationen. Strukturierte Informationen ermöglichen die Vernetzung der Wertschöpfungskette und eine vereinfachte Kommunikation der Projektbeteiligten. Der gesamte Prozess kann in überschaubare Use Cases aufgeteilt werden. Teilmodelle werden mittels strukturierter Daten technisch, konstruktiv, geometrisch und funktional beschrieben.

Höchste Priorität beim Anwenden von Lean-Methoden ist das Sicherstellen von Vertrauen, Interesse und Kooperation im Projektteam. Es geht darum Standardprozesse und gängige Workflows zu hinterfragen, zu analysieren und in neu definierte, effizientere Prozesse zu überführen.

Projektsteuerung anhand von Key Performance Indicators 

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Lean Construction ist das Arbeiten mit Key Performance Indicators (KPIs). Diese definierten Leistungskennzahlen sind in grossen Teilen der Wirtschaft verbreitet, um das Tagesgeschäft nachzuverfolgen und zu steuern. Kennzahlen mit Zielen werden dazu klar kommuniziert, transparent ausgewiesen und ihrem Zweck entsprechend regelmässig aktualisiert, um daraus konkrete Massnahmen zur Steuerung und Verbesserung abzuleiten und umzusetzen.

In der Baubranche dagegen ist der Einsatz von Prozess- und Produktionskennzahlen in dieser Form bisher nicht stark verbreitet. Die Steuerung eines Projektes über KPIs geht über die bisher übliche vertragliche Vereinbarung von Qualitäten und Terminen hinaus. Für die effektive Umsetzung und Nutzung dieses Potenzials bedarf es einer offenen, sachlichen und lösungsorientierten Führung im Projekt sowie einer korrekten Datenbasis. Die modellbasierte Zusammenarbeit ermöglicht eine effektive Steuerung über KPIs, welche in Echtzeit aus dem BIM Modell gelesen werden können und den aktuellen Planungsstand transparent machen.

Für aussagekräftige Visualisierungen braucht es Schnittstellen zu verschiedenen Business Intelligence Tools (z.B. MS Power BI). Daten können ganz einfach in interaktive Berichte verwandelt und geteilt werden. So kann sichergestellt werden, dass der Auftraggeber stets den Überblick über die Performance der Projekte und die wichtigsten Kennzahlen jederzeit griffbereit hat. Die Projektbeteiligten können sich sämtliche Daten verlassen und schneller fundierte Entscheidungen treffen. Dies ermöglicht mehr Transparenz, Prozesssicherheit, Präzision und tiefere Fehlerquoten.

Für die Baubranche kann das ein wesentlicher Schritt sein, um die Trendwende hinsichtlich Effizienz- und Qualitätssteigerung einzuleiten.

Fazit

Lean Construction und VDC verfolgen dasselbe übergeordnete Ziel, nämlich die Optimierung der Planungs- und Bauprozesse. Die beiden Methoden komplementieren sich perfekt. Wenn die Verantwortlichen das Projekt mittels KPIs und einer korrekten Datenbasis steuern, kann der Hauptprofiteur nur die Qualität im Projekt sein.

Messbare und prüfbare Daten führen unter Einbezug optimierter Prozesse zum Projekterfolg und geben Sicherheit für ein qualitativ hochwertiges Bauwerk.

Die konventionelle Bauplanung kann damit in Zukunft nicht mehr mithalten.

Sie haben Lust, sich mit uns zum Thema Lean Management auszutauschen? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Wir werden oft mit der Frage konfrontiert, wie ein IFC File von der Autorensoftware wie z.B. ArchiCAD, Vectorworks, Revit oder Allplan exportiert werden kann. Gerne geben wir in diesen Videos aufschlussreiche Inputs, wie der Export problemlos gelingt. Es sind die entsprechenden IFC Anforderungen und Export-Empfehlungen mit dem Fokus aus Prüfregeln für Gebäudeflächen und Räume dokumentiert. (Beispielsweise DIN-277-1. GIF MFW, oder SIA 416)

Die Videos dokumentieren die einzelnen Schritte von den Werkzeugen der Autorensoftware, über die Klassifizierungen, bis hin zum entsprechenden IFC Export.

 

ArchiCAD IFC Export

Beachten Sie, dass der Archicad IFC Exporter kontinuierlich weiterentwickelt wird. Es wird empfohlen regelmässig auf Updates zu achten. Die Anleitung für den ArchiCAD IFC Export gibt es auch schriftlich. Hier geht es zur Dokumentation.

 

Allplan IFC Export

 

Vectorworks IFC Export

Die Anleitung für den Revit IFC Export gibt es auch schriftlich. Hier geht es zur Dokumentation.

 

Revit IFC Export

Es wird von einer Revit IFC Exporter Version 20.1.0 ausgegangen, oder neuer. Der IFC Exporter für Revit ist ein Plugin für Revit, welches einem unabhängigen Updatezyklus folgt. Die neuste Version ist immer auf dem Autodesk App Store, oder der Entwickler GitHub Projektseite zu finden. Die Anleitung für den Revit IFC Export gibt es auch schriftlich. Hier geht es zur Dokumentation.

 

Bitte beachten Sie, dass alle genannten Empfehlungen;

Sollen Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, melden Sie sich gerne bei uns oder stöbern Sie in unserer Wissensdatenbank.

Wir wünschen gutes Gelingen beim Exportieren.

Building Information Modeling ist in der Bauindustrie nicht mehr wegzudenken. Trotzdem, oder genau deshalb gibt es unzählige Mythen rund um das Thema BIM. Diesen Mythen gehen wir in diesem Beitrag auf den Grund. 

 

1. BIM ist ein Produkt 

Building Information Modeling auf Deutsch „Gebäudedatenmodellierung“, ist ein Planungs- und Steuerungskonzept. Eine Methode, durch die der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes mit digitalen Gebäudeinformationen abgewickelt wird. Daten werden digital erfasst, kombiniert und vernetzt. BIM ist eine Arbeitsweise, die kein spezielles Produkt, Software oder einen speziellen Hersteller beschreibt. Das Modell steht im Zentrum und stellt die Datenbank dar. Die BIM Methode definiert die digitale Zusammenarbeit, insbesondere den Prozess und die Struktur. BIM ist nicht erst seit gestern ein Thema in der Bauplanung. Bereits mit der Einführung von CAD Anfang der 80er Jahre fand ein Umdenken statt. 

2. Mit BIM arbeiten alle am gleichen Modell 

BIM ist kein Modell, sondern viel mehr eine Sammlung von verschiedenen Modellen oder Datenquellen, welche miteinander verknüpft sind. Modelle, an denen alle Informationen haften und in Echtzeit allen Projektbeteiligen zur Verfügung stehen. BIM Projekte sind im besten Fall interdisziplinär geplant. Anstelle des Silodenkens wird die prozessbasierte Zusammenarbeit gefördert, wobei die Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten aber unverändert bleiben. 

3. Bei BIM geht es nur um 3D Modellierung 

Wer Building Information Modeling mit 3D Modellierung gleichsetzt, hat den wahren Mehrwert von  BIM noch nicht erkannt. Im Gegensatz zur konventionellen Bauplanung können in BIM Projekten benötigte Informationen digital und phasenübergreifend (schnittstellenlos) verankert werden. Alle Daten werden in einer Datenbank gespeichert, so dass sie für alle Parteien zugänglich sind. Die Transparenz des digitalen Informationsmanagements ist der wahre Mehrwert von BIM.  

4. BIM ist nur in den Planungsphasen relevant 

Die Anwendungsrelevanz von BIM in Bauprojekten ist phasenunabhängig. BIM ist im gesamten Gebäudelebenszyklus relevant. Sei es in der Konzeption und Planung, in Bau und Realisierung, Betrieb und Nutzung oder in der Revitalisierung und Repositionierung. Die Reduktion von Schnittstellen in der Planung birgt ein grosses Potential zur Kosteneinsparung. Ein Beispiel: Mit Hilfe des planungsbezogenen Facility Management (pbFM) wird frühzeitig definiert, welche Daten zukünftig im Betrieb genutzt werden sollen. Geringerer Zeitverlust, genauere Kostenschätzungen und exaktere Überwachung der Anlagen sind die Folge. 

5. BIM lohnt sich nur für die grossen Player in der Bauindustrie 

Je grösser das Projekt umso mehr Beteiligte sind involviert, was die Koordination komplexer macht. Tatsächlich ist der Start mit BIM mit Kosten und einem Umdenken innerhalb der Unternehmung verbunden. Diese Investitionskosten sollten aber zwingend auch bei kleineren Unternehmen den zahlreichen Vorteilen von BIM gegenübergestellt werden. Mit der langfristigen Kosteneinsparung, einfacheren Planbarkeit und automatisierten Arbeitsabläufen durch BIM, kann die Methodik für jedes Unternehmen lohnenswert sein.  

6. BIM bedeutet, die IT-Umgebung muss komplett ausgetauscht werden 

Selten liegen die Herausforderungen an der IT-Umgebung. Was oft fehlt, sind die entsprechenden Prozesse. Hier muss ein Umdenken stattfinden und der BIM Prozess sollte sorgfältig eingeführt und umgesetzt werden. Die IT-Umgebung wird oftmals nicht tangiert, da die meisten BIM relevanten Applikationen unabhängig von der firmeninternen IT-Infrastruktur verwendet werden können. Firmen sollten vielmehr in Prozess- und Changemanagement sowie der Entwicklung von Mitarbeitern investieren. 

7. BIM braucht man nur für die Zusammenarbeit mit anderen Partnern 

BIM ist für die Zusammenarbeit entlang des gesamten Lebenszyklus wichtig, von der Planung bis zum Facility Management und der Sanierung. Oft macht es aber Sinn, bei firmeneigenen Prozessen zu starten und diese zu optimieren und zu automatisieren. Später können Sie natürlich auch den übergreifenden Informationsaustausch für Ihre Zusammenarbeit mit Partnern fördern. 

8. BIM verändert komplett die Art und Weise wie wir heute planen 

BIM wird tatsächlich die konventionellen Herangehensweisen in der Planung ablösen, aber nicht so wie man es erwartet. BIM bedeutet nicht, dass man alle bekannten Arbeitsweisen verabschieden soll - im Gegenteil. Sinnvolle Strukturen und und digitale Tools bringen Prozessverbesserungen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Objekts. Die Projektrollen und Verantwortlichkeiten bleiben ähnlich und werden ergänzt durch verbesserte Kommunikation, mehr Transparenz und Klarheit hinsichtlich Zuständigkeiten im Projekt. 

 

Das klassische projektbezogene Qualitätsmanagement (nachfolgend PQM) ist ein Teil des Projektmanagements. Es ist ein Steuerungs- sowie ein Führungsinstrument für die Auftraggeber und bezieht sich auf die Zusammenarbeit aller Projektbeteiligter. Es soll im besten Falle eine gemeinsame Sicht der Projektrisiken aufzeigen. Das PQM steht für eine kontinuierliche Verbesserung der Planungs- und Ausführungsqualitäten unter Berücksichtigung geltender Normen sowie der allgemeinen Wirtschaftlichkeit.

Stand gestern (ohne BIM)
Qualitätsschwerpunkte zu setzen fällt vielen Bauherren nicht einfach. Zu wenig wird das Projekt beleuchtet, um echte Risiken zu erkennen und diese Planungsgerecht zu benennen. Oft erscheinen die Qualitätsanforderungen den Planern und Unternehmern als grosse Last. Dies, da der Nutzen des PQM wegen bisweilen unklarer Träger und unflexibler Prozesse, wegen des Einbezugs zu vieler Ressourcen und wegen mangelnden Informationsmanagements nicht überall eingesetzt wird.
Oft resultieren daraus vermeidbare Doppelarbeiten und «Dokumentfriedhöfe» in Form von Lenkungsplänen und Risikolisten sowie etlichen weiteren PQM-Dokumenten, die nicht ausreichend bewirtschaftet werden. Die Folgen sind abwendbare Mängel in den Projekten. Sie stehen in offensichtlichem Widerspruch zu den Zielen der PQM-Arbeit.

Stand heute (mit BIM)
Diese gängige, oft unbefriedigende Praxis, lässt sich nun aber mithilfe neuer Arbeitsmethoden enorm vereinfachen. Die BIM-Methode bietet die Chance, die Komplexität der PQM-Arbeit in transparente Prozesse aufzubrechen. Optimierte Zusammenarbeitsprozesse, relevante Modellinformationen sowie messbare und prüfbare Ziele sind der Schlüssel dazu. Ein Mehrwert für die Qualitätsarbeit.
Durch den Einbezug von Qualitätsanforderungen in die BIM-Bausteine, lässt sich die Einhaltung der geforderten Qualitäten entlang der ganzheitlichen Wertschöpfungskette systematisch überprüfen.

Ein erster BIM-Baustein zielt auf die Kunden- und Projektziele ab. Diese können mit definierten (sinnvollen) Messgrössen sowohl kontrolliert als auch gesteuert werden. Qualitätsschwerpunkte lassen sich hier bereits bei der Bestellung eruieren und festlegen.

Die modellbasierte Zusammenarbeit bildet einen weiteren wichtigen Baustein. Die Reduktion von Iterationen durch themenfokussierte Kollaboration im Projektteam zielt stetig auf die Umsetzung der Qualitätsanforderungen ab. Ein gut durchdachtes Lean-Managementsystem ermöglicht es, im Bauprojekt unnötige Prozessschritte zu erkennen und zu vermeiden. Es kann komplexe Prozessketten optimieren und fokussiert gleichzeitig die Qualitätsanforderungen.

Das BIM-Modell bildet den Kern jeder projektbezogenen Qualitätssicherung, da alle Daten der Bauteile fachbereichsübergreifend hinterlegt und somit jederzeit aktuell abrufbar sind. Bauteilkollisionen sind einfach zu lokalisieren, zu dokumentieren und nachzuprüfen. Flächen sowie Funktionsanforderungen werden laufend mitgeführt.

Das angewandte BIM-Framework, welches aus dem Zusammenspiel der BIM-Bausteine besteht, lässt sich als generelles Steuerungsinstrument für das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung einsetzen.
Die Definition von Qualitätsanforderungen, Messgrössen und der Systemumgebung sowie deren konsequente Anwendung verleihen einem Projekt die nötige Flexibilität, um damit Qualitäten laufend überprüfen und bei Missständen schnell und angemessen reagieren zu können.

Ausblick
Das klassische PQM wird in seinem herkömmlichen System in BIM Projekten schwer anwendbar sein. Die projektspezifischen Risikobetrachtungen werden fachthematisch in Silos aufgenommen. Die Folgen sind separate, individuelle Verantwortungsbereiche die zwar Qualitätsanforderungen einhalten, jedoch Abhängigkeiten im Projekt übersehen. Durch die Nutzung von Modelldaten, den kontinuierlichen Bestrebungen einer Optimierung für Planungs- und Bauprozesse im integrierten Projektteam, kann nun die Chance genutzt werden eine Prozess- und Kulturinnovation unter Nutzung der BIM Bausteine zu erzielen.
Der Schlüssel der zukünftigen PQM Arbeit ist die Fragmentierung der Anforderungsdefinition. Das wichtigste Fragment ist der entsprechend geforderte Projekt Use-Case. Dieser bündelt alle möglichen Szenarien, die eintreten können, wenn ein Projektstakeholder mithilfe der beschriebenen BIM-Bausteine das Qualitätsziel anvisiert.

QS Mandate werden zukünftig obsolet sein, da alle Projektstakeholder in definierten durchgängigen Workflows arbeiten. Anforderungsgerechte Datadrops werden platziert und automatisch auf Erfüllungsgrad geprüft werden können. Ein standardisiertes Qualitätsmanagementsystem wird ein Projekt künftig begleiten. Es muss nicht erst Projektbezogen etabliert werden.

Um Daten schnell, dynamisch und effizient verarbeiten und visuell aufbereiten zu können, braucht es entsprechende Werkzeuge, die alle qualitätsrelevanten Bereiche wie Controlling, Finanzen, Prozesse, Ressourcen, Modelleinbindung und Auswertung etc. einbeziehen. Business-Analytics-Tools werden hier helfen, die «Insights» der Daten zu generieren, welche als kontinuierliche Rückkopplungsdaten in das Qualitätsmanagementsystem eingespeist werden, sodass bestmöglichen Projektergebnisse erzielt werden können.

Aber
Durch den zunehmenden Einsatz von digitalen Werkzeugen in der Planung und der Ausführung werden zwar klassische PQM-Abwicklungsprinzipen hinterfragt, nicht aber die Risikoanalyse der Anforderungen bzw. die dafür definierten Massnahmen.

Damit BIM erfolgreich umgesetzt werden kann, sollten einige Schritte berücksichtigt werden. Den BIM ist weder eine Software noch ein Werkzeug, sondern viel mehr ein Prozess, der während der gesamten Bau- und Wartungsphase begleitet. 

1. Verstehen was BIM bedeutet und Vorteile erkennen  

Um BIM erfolgreich in bestehende Strukturen zu übernehmen, sollte man verstehen, worum es geht. Was ist der Unterschied von 3D Modellen und BIM? Bei BIM handelt es sich nicht nur um die Darstellung der Modelle oder Baupläne. Im BIM-Modell werden die einzelnen Bauteile mit wichtigen Informationen versehen. In der Tat beginnt Building Information Modeling oftmals mit einem 3D-Entwurf. Dieses Modell beziehungsweise die einzelnen Bauteile, werden allerdings mit wichtigen Daten wie Klassifizierung, Grösse, Kennwerte, u.v.m. angereichert. Diese wertvollen und unerlässlichen Informationen unterstützen dabei, in jeder Phase des Projekts effizient zu arbeiten. BIM ermöglicht so einen reibungslosen Austausch, was bessere Ergebnisse in der Planung und in der Projektsteuerung zur Folge hat.  

Durch einen kontinuierlichen und transparenten Informationsfluss arbeiten alle Parteien im Bau- oder Wartungsprozess mit den identischen Daten. Aus unserer Sicht gibt es dadurch viele Vorteile für alle Beteiligten. Hier nur einige davon:  

Halten Sie diese oder weitere Vorteile, welche für Ihr Unternehmen relevant sind, unbedingt in ihrem Konzept fest.  

2. Gute Planung – das A und O 

Wie auch bei einem Bauprojekt steht und fällt alles mit einer guten Planung. Planen Sie also Ihren BIM-Prozess und erstellen Sie ein Konzept für die Einführung. Definieren Sie Ihre Vision, verschiedene Phasen der Einführung und die Ziele, welche Sie mit BIM erreichen möchten.
Eine BIM-Implementierung kann durch eine fehlende Planung oder aber auch durch die fehlende Definition von Erfolg und Misserfolg scheitern. Nehmen Sie diese Punkte also unbedingt in Ihre Planung mit auf. Involvieren Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig, helfen Sie neue Arbeitsweisen zu entwickeln und schulen Sie einzelne Kollegen. Wenn sie einen Plan ausgearbeitet haben, geht es in die Umsetzung. 

3. Mit dem richtigen Pilotprojekt starten 

Für die meisten Unternehmen ist es sinnvoller, mit einem mittelgrossen und nicht allzu komplizierten Pilotprojekt zu beginnen, anstelle BIM schon zum Start für sämtliche Projekte zu verwenden. So haben Sie die Möglichkeit, ausgewählt Personen zu schulen und «BIM-fit» zu machen, welche später die Workflows im gesamten Team vorantreiben können. Bestimmen Sie eine Person, welche die Implementierung verantwortet sowie passende Mitarbeiter aus, welche sich besonders eignen. Interessierte, kommunikative und wissenshungrige Kollegen helfen, das Pilotprojekt erfolgreich umzusetzen.  

4. Qualität überprüfen und Projekt analysieren 

Die verantwortliche Person sollte die einzelnen Arbeitsschritte, Arbeitsmethoden und Ergebnisse sammeln, damit der Erfolg gemessen bzw. der Prozess stetig optimiert werden kann. Durch diese Dokumentation, kann später das ganze Team effiziente Prozessstandards entwickeln. 
Um BIM langfristig erfolgreich einzusetzen, stellen Sie sicher, dass die BIM Modelle sinnvolle Daten enthalten. Damit Sie die Modelle nicht händisch prüfen müssen können Sie einen Model Checker verwenden. So können Sie viel Zeit und Nerven sparen. Ein Model Checker prüft Ihre Modelle automatisiert auf Standards oder auf die vordefinierten Anforderungen.  

5. Internes Knowhow verbreiten

Einige Personen werden bestimmt mehr Begeisterung für BIM entwickeln als anderesind generell affiner oder haben bereits Erfahrung mit BIM. Diese Mitarbeiter eignen sich gut als BIM-Coaches. Setzen Sie die firmeneigenen Coaches ein, um den Rest des Teams ans BIM-Board zu holen. Schlussendlich soll das gesamte Team befähigt wird, BIM erfolgreich anzuwenden. Planen Sie die firmenweite BIM-Befähigung sorgfältig. Während des Einführungsprozesses und durch jeden neuen Mitarbeiter, kann es nötig sein, die eine oder andere Änderung durchzuführen bzw. das Erstkonzept anzupassen. Es ist also von Vorteil, wenn Sie nicht zu stark auf Ihren Ursprungsplan beharren, sondern dieser als dynamisches Werkzeug sehen. 

 6. Überarbeiten, erweitern und BIM Profis werden  

Sämtliche diverse Einflüsse von verschiedenen Teams, in verschiedenen Projektphasen helfen BIM im Detail zu verstehen. Egal wie viele Anpassungen auf dem Weg zum perfektionierten BIM Prozess passieren, halten Sie auf jeden Fall sämtliche Gründe für jede Änderung fest. So entwickeln Sie stets ein besseres Verständnis für BIM und lernen immer dazu.  

Auch BIM wird sich noch entwickeln, genauso wie firmeninterne Prozesse. Überarbeiten Sie ständig ihre Prozesse und Pläne, setzen Sie erlerntes um und perfektionieren Sie immer wieder einzelne Arbeitsschritte – dies ist entscheiden über den Erfolg von BIM in Ihrem Unternehmen. 

Durch die stetige Optimierung entwickeln Sie Standardprozesse, die bald vom ganzen Team angewendet werden können und Sie werden zu BIM-Profis.

 

Der Singular Qualifier unterstützt bei der Qualitätsprüfung der BIM Modelle. Registrieren Sie sich kostenlos oder kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen.

Es ist längst kein Geheimnis mehr: In anderen Branchen ist die Digitalisierung schon einiges fortgeschrittener und viel tiefer in diversen Arbeitsprozessen integriert als in der Bauindustrie. Weshalb ist das so und wie können wir den digitalen Fortschritt auch in der Baubranche fördern?  

Mehrere Parteien – ein Ziel
Aus Seiten Bauherr/in oder auch aus Seiten der Automatisierung, sind einheitliche Standards und Anforderungen wünschenswert aber teilweise Zukunftsmusik. Es würde – und wird, Aufgaben um ein Vielfaches erleichtern, wenn wir mit gleichen Werten, gleichen Formulierungen und gleichen Anforderungen arbeiten. Auf der anderen Seite – bei Planer/innen, da gehört abstraktes, kreatives und gestalterisches Denken zum Alltag. Neues, spezielles auszuprobieren und zu zeichnen, macht den Beruf aus. Da sind Grenzenlosigkeit, Kuriosität und das Besondere, Aussergewöhnliche oftmals ein Treiber. Standards, Normen und wiederkehrende Prozesse hingegen, stehen eher im Weg. Somit ist BIM für viele Planer/innen am Anfang eine Bremse 

Durch BIM werden viele neue Anforderungen an die Planer/innen getragen und Arbeitsprozesse verändern sich. Die Arbeit wird komplexer, technischer, der wirtschaftliche Druck steigt und die Angst vor weniger Freiheit wird grösser. Die Vorgabe nach digitalisierten Prozessen kommt oft vom Auftraggeber. Als Planer/in bekommt man also neue Aufgaben, die einem erstmal langsamer machen.  

Eine allfällig vorhandene Skepsis gegenüber BIM möchten wir in Motivation umwandeln. Denn, am Schluss haben alle das gleiche Ziel – tolle Bauprojekt erfolgreich verwirklichen. Dass am Ende des Projektes die Qualität stimmen muss, sehen alle gleich.  

Wieso Automation auch auf der Planungsseite ihren Platz finden soll
Die Qualitätsprüfung spielt auch im BIM Prozess eine wichtige Rolle. Durch eine Echtzeitüberwachung der Qualität, wird BIM noch einfacher. 

Wie bereits erwähnt, geraten durch BIM viele neue Anforderungen an die Planer/innen. BIM ist datenzentriert, BIM ist technisch. Um den Beruf entsprechend auszuführen, ist heute ein vertieftes technisches Verständnis notwendig. Die Idee, der automatisierten Qualitätsprüfung ist es, den Planer/innen genau diese neuen Anforderungen abzunehmen, sodass sie sich voll und ganz auf ihre Kerntätigkeiten, das Planen und Entwerfen fokussieren können. Die Qualitätsprüfung heisst also nicht, dass nicht kreativ und frei gearbeitet werden kann, im Gegenteil. Was Planer/innen hervorragend können und gerne tun, sollen sie weiterhin mit Freude machen. Die Hauptaufgaben sollen durch BIM nicht beeinträchtigt werden. Nur alles was automatisiert werden kann oder zu technisch ist, fällt weg. 

Als BIM in der Bauindustrie aufkam, war vieles noch unklar. Jedes Projekt ist unterschiedlich und oft war es auch schwer zu erkennen, was BIM eigentlich genau nützt. Heute wissen wir, dass wir nicht die komplette Planung neu erfinden müssen. Erarbeitetes Wissen kann wiederverwendet werden. Hier muss man abwägen, was ist sinnvoll, wenn es komplett neu erfunden wird und was ist weniger sinnvoll. Als Planer/in soll man sich auch weiterhin auf den Entwurf, den Plan eines Gebäudes konzentrieren können. Raumbezeichnungen und Datentypen sind für die Planer/innen weniger relevant. Wieso sollen diese also nicht automatisiert geprüft werden? Das Setup ist vorhanden.   

Mehr Sicherheit im Projekt
Planer/innen tragen eine grosse Verantwortung. Selbst wenn seitens Bauherren unklare Anforderungen gestellt würden, liegt die Verantwortung für die Richtigkeit des Plans, bei den Planer/innen. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Seien es auch nur Flüchtigkeitsfehler, unvollständige oder anders als erwartete Daten. Sie kommen vor – manchmal zu oft. Durch die automatisierte Qualitätssicherung können sich Planer/innen ohne Mehraufwand absichern. Man behält in jeder Projektphase den Überblick über den aktuellen Qualitätsstand. So gewinnt man an Sicherheit, dass die Berechnungen stimmen und den gewünschten Standards entsprechen. Eines ist klar: Sämtliche Pläne korrekt abzuliefern schafft Vertrauen. Noch dazu kann man zum Plan noch ein Modell abliefern, was für Bauherr/innen immer ein enormer Mehrwert ist. Das Ziel einen korrekten Plan abzugeben, würde somit also sogar übertroffen. 

Fazit
Klar ist: BIM soll am Ende des Tages nicht mehr, sondern weniger Aufwand generieren. Wenn man es schaffen möchte, dass einem die Digitalisierung Arbeit abnimmt, sollte man sich schon erarbeitete Prozesse und Standards zu Nutze machen. So kann man die Vorteile von BIM voll und ganz ausschöpfen und sich auf die wesentliche Arbeit als Planer/in konzentrieren – dann gelingt ein grosser Schritt auf «Digitalisierung in der Baubranche».

 

 

 

 

BIM kann und soll dabei helfen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, Sicherheit im Planungsprozess zu gewinnen und das Risiko zu minimieren.  

Digitales Bauen ist in aller Munde. BIM – Building Information Modeling wird in der Schweiz aktuell pro Monat rund 4'000x in der Google Suchmaschine gefunden – ein ziemliches «Hot Topic» also. Digitales Bauen kann Prozesse automatisieren, beschleunigen und die Fehleranzahl minimieren. Grundvoraussetzung für die Fortschritte sind aber korrekte Daten. 

Einen einzigen Fehler in einem BIM Modell, kann zur Kostenschleuder werden. Seien es auch nur Flüchtigkeitsfehler, unvollständige oder anders erwartete Daten im Modell. Um künftig BIM als erfolgreiche Methode in der Baubranche zu etablieren, ist es zwingend notwendig, dass die Qualität sichergestellt werden kann. Planerinnen und Planer sollen unmissverständliche und korrekte Anforderungen erhalten und einwandfreie Modelle erstellen und diese auch selbst kontrollieren können. Bauherr/innen sollen fehlerfreie Baupläne kriegen, um keine Zeit und Nerven in die Qualitätskontrollen investieren zu müssen.  

Wie können wir also die Komplexität der Datenkontrolle vereinfachen?  

Ein BIM Model Checker kann die Antwort sein. Unzählige Daten automatisiert anstelle manuell zu kontrollieren, macht für viele wohl Sinn. In fortgeschrittenen Tools gibt es mehrere Möglichkeiten für die rasche Qualitätsprüfung:  

Um die Kernfrage zu beantworten: Ja, fehlerfreie BIM Modelle sind sehr realistisch und auch heute schon möglich. Die entsprechenden Tools, dies zu ermöglichen existieren bereits und werden immer optimiert.

Auch wir sind unter Hochdruck daran, den Singular Qualifier immer weiterzuentwickeln und versuchen alle Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn Sie wertvolle Inputs haben, Wünsche oder Anregungen, was wir in unserem Model Checker berücksichtigen sollen, teilen Sie uns diese gerne mit und nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

 

Enrico Cristini ist als BIM Engineer bei der Singular AG tätig. Im Interview haben wir über die Zukunft der Bauindustrie sowie jene von Singular, über Enricos Work-Life-Balance und über seine Lebensziele gesprochen. 😇

 

Seit wann bist du bei der Singular AG und wo warst du vorher?  

Bei Singular bin ich seit Januar 2021. Vorher war ich rund 8 Jahre beim Ingenieurbüro ZPF Ingenieure AG als Tragwerksplaner tätig. 


Da hattest du bereits viel Erfahrung mit BIM gesammelt, richtig?

Genau. Auch wenn es vom Auftraggeber nicht immer vorgesehen war, haben wir oft die BIM-Methode angewendet. Wir hatten im Jahr 2014 mit BIM begonnen und konnten tolle Projekte, unter anderem auch mit Herzog & De Meuron, umsetzen. Persönlich war ich z.B. für das Kinderspital Zürich verantwortlich. Für BIM habe ich mich aber schon vorher interessiert. Ich versuche stets auf dem Laufenden zu bleiben.


Was machst du bei Singular im Detail?
 

Bei Singular bin ich als BIM Engineer tätig. Ich bringe die BIM Erfahrung seitens Planung mit und berate Kunden, betreue die Projekte und mache deren Konfigurationen im Qualifier. Zudem helfe ich in der Produktentwicklung und evaluiere zum Beispiel, welche Features als nächstes implementiert werden sollen.


Wie hast du die Singular AG kennengelernt? Was waren erste Berührungspunkte? 
 

Von Singular habe ich schon kurz nach der Gründung gehört. Ein Kollege von mir hat mit Bruno Ruch (einer der Gründer) in einem Projekt gearbeitet, wo ich teilweise etwas mitgearbeitet habe. Julian Amann habe ich in einer Arbeitsgruppe zum Thema “Blockchain” von BuildingSmart das erste Mal gesehen. Mich hat das Konzept und das Produkt von Singular von Anfang an inspiriert und ich habe sofort erkannt, dass es für die Baubranche einen Mehrwert bringt. Ganz klar, dass ich da mitwirken wollte. Als ich die freie Stelle auf der Webseite entdeckte, musste ich nicht mehr lange überlegen.

 

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die es für deine berufliche Tätigkeit zwingend benötigt? 

Die wichtigsten Eigenschaften für meine Tätigkeit ist wohl die Erfahrung mit BIM, das technische Verständnis und das gesamtheitliche Verständnis für die Bauindustrie. 


Was ist das Beste an deinem Job? 

Wir können innovative Lösungen entwickeln und diese schnell umsetzen. Mir gefällt es, dass wir von Grund auf etwas Neues entwickeln. Durch die Multidisziplinarität im Team und dank meinen spannenden Teamkollegen mit verschiedenen Hintergründen, kann ich jeden Tag etwas Neues lernen. Zudem schätze ich den Kundenkontakt sehr.


Was war dein Traumberuf als Kind?  

Schon früh war mir klar, dass ich etwas mit Bau oder mit Musik machen möchte. Später habe ich dann eine technische Hochschule, sowie ein Konservatorium besucht. Heute mache ich beides mit Leidenschaft.


Was war die grösste Herausforderung bisher?

Heute ist noch nicht alles standardisiert, die ganze Industrie ist noch stark in Bewegung. Das kann manchmal extrem herausfordernd sein. Als Beispiel: Wenn eine andere Software-Firma neue Möglichkeiten auf den Markt bringt oder das IFC Shema sich weiterentwickelt, dann muss man das immer auf dem Radar haben, um rechtzeitig reagieren zu können. 


Welche Superkraft hättest du gerne? 

Ich würde gerne den Leuten die Fähigkeit geben können, richtig gute BIM Modelle zu bauen – aber das schaffen wir ja bald! 😉 


Wie klappt es mit deiner Work-Life-Balance?
 

Die Work-Life-Balance habe ich relativ gut im Griff. Ich bin gerne vielbeschäftigt, finde aber immer für alles Zeit. Aktuell besuche ich beispielsweise einen Sommelier-Kurs. Für solche Dinge muss es immer Platz haben – die gleichen mich aus. Zudem schätze ich fixe Termine. Wenn ich eine Musikprobe habe, dann muss ich das Büro zeitig verlassen. Beim Musizieren kann ich komplett abschalten und auf komme andere Gedanken. Gleiches gelingt mir auch mit Sport z.B. auf dem Rennrad, beim Wandern oder Skifahren. 


Wie sieht ein perfekter Tag in Leben von Enrico aus? 

An einem perfekten Tag stehe ich frühmorgens, nach mindestens sechs Stunden Schlaf, auf. Somit habe ich viel Energie, um in den Tag zu starten. In einen Tag mit einem bestimmten Ziel, welches ich bis zum Ende des Tages erreiche. Da ich gerne unterwegs bin, wäre das Ziel wohl mit einer Aktivität verbunden.


Wie wird sich die Bauindustrie in der Schweiz in den nächsten 3 Jahren verändern?
 

Es kommen grosse Veränderungen auf uns zu. Akteure werden BIM besser verstehen und besser und häufiger nutzen. Dadurch gibt es auch Anpassungen bzw. Optimierungen in den Prozessen. Wo bisher ein Plan gezeichnet wurde, wird man neu ein Modell haben, dadurch gibt es eine bessere Kontrolle im ganzen Lifecycle eines Gebäudes. Auch die Immobilienbranche hat ein Verständnis für BIM entwickelt und die Wichtigkeit erkannt. In 3 Jahren werden wir auf jeden Fall schon eine Veränderung merken. 


Wo siehst du Singular in 5 Jahren?
 

Wir werden auf jeden Fall schon international auftreten und viele zufriedene Kunden haben. Das Team wird vermutlich doppelt so gross sein wie heute und hoffentlich immer noch den gleichen Vibe versprühen.


Mit welcher Person würdest du gerne mal Mittagessen gehen?
 

Grundsätzlich finde ich jede Person interessant. Man kann von jeder Person etwas lernen und ich würde den Austausch mit allen schätzen. 


Welche Person hat dich bisher am meisten inspiriert?
 

Musiker und Komponisten inspirieren mich immer. Es ist so schwierig und extrem viel Arbeit dahinter, bis man endlich ein gutes Musikstück herausbringen kann. 


Was bedeutet Erfolg für dich?
 

Erfolg ist für mich, wenn ich ein Ziel erreicht habe, welches ich mir vorgenommen habe und ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. 


Was ist deine grösste Schwäche und grösste Stärke? 

Schwäche: Hin und wieder bin ich sicher zu perfektionistisch veranlagt. Aber “done” ist schliesslich manchmal besser als “perfect”. 
Stärke: Ich kann sehr direkt und konkret sein.


Hast du ein Lebensziel?

Mein Lebensziel ist reich zu werden. Aber natürlich nicht im monetären Sinn, sondern reich an Erfahrung, an positiven Emotionen und an Wissen. Mein Ziel ist es einfach rundum zufrieden zu sein bzw. Zu bleiben!

 

Sind Fragen zur Singular AG, unseren Produkten und Dienstleistungen aufgetaucht oder willst du dich einfach mal mit uns austauschen? Dann melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme.

 

Foto: Reto Cortesi www.reto-cortesi.com

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